FAQ- Die am häufigsten gestellten Fragen

 Was wissen wir aktuell über die Alte Feuerwache?

Was ist bis jetzt passiert in unserer Initiative?

Warum die Alte Feuerwache in Hochfeld?

Warum ein Soziokulturelles Zentrum?

Wie ist eine soziale Stadtentwicklung möglich?

Was wissen wir aktuell über die Alte Feuerwache?

Das Gebäude steht zum Teil leer, ist nur vereinzelt noch vermietet (Büroräume des 2.OG, z.B. AWO). Veranstaltungen im Saal finden quasi nicht mehr statt, es sei denn sie sind vor dem Aus des Betreibers noch gebucht worden. Die Technik ist im schlechten Zustand. Die Nutzung des Gebäudes ist nach der verlorenen Klage vor dem Bezirksamt Düsseldorf (Aufforderung zur Rückzahlung von 2,1 Mio.) nicht mehr an stadtteilbezogene, soziokulturelle Aktivitäten gebunden. Das Gebäude ist in Besitz der Stadt, verwaltet vom Immobilien-Management Duisburg. Zwischennutzungen oder Zugang zum Gebäude ist laut IMD wegen ‚Anweisung von oben‘ nicht möglich. Es gibt immer wieder Gerüchte zum Verkauf des Gebäudes, jedoch sind diese nicht offiziell. Laut Presse wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingesetzt um über die Zukunft des Gebäudes zu beraten. Über diese haben wir keine Informationen, würden uns über Zusammenarbeit freuen. Anfragen über die Zukunft des Gebäudes im Stadtrat wurden auf die nächste Ratssitzung am 13.03 oder zum 04.04 im  Kulturauschuss verschoben.

Was ist bis jetzt passiert in unserer Initiative?

Infolge vom Runden Tisch Hochfeld wurde 2016 eine Gruppe einberufen, die mit der EG DU eine Ideenwerkstatt für die Feuerwache organisieren wollte. Seit der verlorenen Klage wurde diese aufgelöst und die Initiative gründete sich. Sie ist ein offener Kreis, die alle Interessierten einbinden möchte und deren Ziel es ist in einem gemeinschaftlichen Prozess eine soziokulturelle Nutzung für die Feuerwache zu erreichen. Bisher sind verschiedene Vereine und Anwohnerinnen bei unseren Treffen gewesen.  Es zeigt sich das es ein reges Interesse von unterschiedlichsten Gruppen gibt. Da alles ehrenamtlich organisiert ist, unsere Organisationsstruktur sich mit diesem Prozess erst aufbaut und wir keine klaren Informationen von den Verantwortlichen erhalten, scheint es manchmal etwas chaotisch.

Bisher gibt es eine Petition, Internetseite, Facebook-Seite, E-Mail Verteiler, Kontakte zu diversen Parteien der derzeitigen Opposition, InfoFlyer(Vorab Version). Wir setzen weiterhin auf Austausch und Einbindung möglichst vieler Interessensgruppen.

Warum wurde bisher kein Konzept eingereicht?

Momentan wissen wir noch nicht einmal, ob das Gebäude wieder einer soziokulturellen Nutzung zur Verfügung stehen wird. Es gibt bereits mehrere erarbeitete Konzepte für dieses oder andere Gebäude, die aber in Schubladen ruhen. Es ist also nicht das Konzept, woran es scheitert. Desweiteren soll hier der Versuch gestartet werden ein möglichst realistisches, zukunftsfähiges Konzept erarbeitet zu werden, das in Zusammenarbeit von Akteuren des Stadtteils entsteht. Dafür fordern wir eine Ideenwerkstatt, am besten in den schon leerstehenden Räumen.

 

Warum die Alte Feuerwache in Hochfeld?

Es muss nicht zwingend dieses Gebäude sein, jedoch wurde es genau für eine stadtteilbezogene, soziokulturelle Nutzung vor 10 Jahren renoviert. Zwar gibt es viel Leerstand in Duisburg, dieser ist meist privat und die Mieten sind teuer. Dieses Gebäude ist in öffentlicher Hand. Im Stadtteil Hochfeld gelegen, der oft als ‚Problemviertel‘ beschrieben wird, könnten soziale und kulturelle Projekte einen Ort finden, die neues Selbstbewusstsein schaffen.

Warum ein Soziokulturelles Zentrum?

Soziokultur soll den Menschen durch Bildung und kultureller Teilhabe eine Perspektive bieten und Ihnen helfen sich in eine demokratische Gesellschaftsstruktur einzubinden. Niederschwellige Angebote und Hochkultur an einem Ort zusammenzubringen und das Potenzial, was die einzelnen Menschen des Wohnortes mitbringen (Verschiedene Sprachen, Kulturelle Hintergründe, viele junge Leute) zu nutzen und gleichzeitig einen Treffpunkt zu generieren um gegenseitigen Austausch und ein Miteinander zu schaffen, ist die Idee der Soziokultur. Dabei sollen Einflüsse von außen nicht fehlen. Wichtig ist sich auszuprobieren zu können und die Möglichkeiten Ungewöhnliches zuzulassen, weswegen Soziokultur nicht an rein profitorientiertem Denken scheitern darf.

Deswegen muss Soziokultur finanziell unterstützt werden. Um einen Ort der Teilhabe zu schaffen, muss ein Zentrum unkommerziell, unabhängig von Parteien und selbstverwaltet sein. Flache Hierarchien sind notwendig, damit die Entscheidungen, was in einem Stadtteilhaus passieren soll, nicht nur von Einigen abhängen.

Des Weiteren wurde im aktuellen Kulturentwicklungsplan die Förderung von weiteren kulturellen Einrichtungen festgesetzt und explizit ein soziokulturelles Zentrum gefordert.

Wie ist eine soziale Stadtentwicklung möglich?

Projekte scheitern, weil die Stadt Duisburg wenig Geld hat. Wir fordern ein zukunftsfähiges Denken! Jetzige Investitionen in Kultur, Bildung und eine Stadtgemeinschaft zahlen sich aus, wenn auch erst langfristig. Schon jetzt werden soziale Missstände, fehlende Integration und kulturelle Einöde beklagt. Die Stadt gibt immer mehr Steuerungsmöglichkeiten aus der Hand, wenn sie weiter öffentliches Eigentum in privates umwandelt und sich den Problemen der heutigen Zeit nicht stellt. Es ist nicht alles schlecht in Duisburg, deswegen sollten wir  Partizipation, indem Menschen aktiv ihre gebaute Umwelt mitgestalten können und eingebunden werden in Entscheidungsprozesse, fördern. Warum sind innerstädtische Brachen umzäunt und stehen Gebäude weiter leer?

Wo sind die Konzepte, die in eine Zukunft weisen?

Wie dürfen wir als Bürgerinnen aktiv mitgestalten um uns den sozialen und ökologischen Problemen unserer Zeit zu stellen?

Neue Bauprojekte und Investitionen können nicht die allumfassende Lösung sein um eine Stadt zu gestalten. Ein Zentrum, was uns zusammenbringt und auch gerade Kinder und Jugendlichen einen Raum zur Entfaltung gibt, ist ein notwendiger Schritt.

 

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