Bericht vom Treffen am 03.03.2017 im Alt Hochfeld

Letzten Freitag haben wir nochmal geklärt, wie wir weiter vorgehen wollen um in der politische Ebene auf uns aufmerksam zu machen (bspw. ein Treffen mit dem Kulturdezernenten). Wir wollen durch das Vorbereiten von einer gemeinsamen Aktion in der Nachbarschaft und einer Konferenz oder Hearing verschiedene Interessenten, Vereine und Akteure zusammenbringen um Kooperationen voranzutreiben. Vereinbart wurde, dass die Flyer fertig sein müssen bis zu der Veranstaltung ‚Duisburg spinnt‘, die am 28.3. im Zelt auf der Mercatorbrache stattfindet und von der neu gegründeten Cooperative Duisburg veranstaltet wird.

Diesmal gab es erstmal keine neuen Gesichter bis auf unsere eingeladenen Gäste Cornelia Vossebein (Geschäftsführerin der Zeche Carl) und Rainer Bode (Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Soziokulturelle Zentren NRW). Eine kurze Zusammenfassung:

Die Zeche Carl gibt es 1978, sie ist ebenfalls aus bürgerschaftlichen Engagement und durch Druck entstanden (Besetzen der Büroräume der Entscheidungsträger etc.). Das im Vergleich viel größere Gebäude steht heute einer gemeinnützigen GmbH (bis 2009 Verein) zur Verfügung. Strom und Heizkosten werden bezuschusst. Weitere 40% des Umsatzes besteht aus städtischen Geldern. Hier wurde nochmal klar, dass wir ganz am Anfang sind. Wir können nicht über mögliche Finanzierungskonzepte reden, wenn wir keine Räume zur Verfügung haben oder welches das beste Konzept wäre, wenn weiterhin von der Seite der Mehrheitsparteien kein Dialog stattfindet und die Notwendigkeit eines solchen Zentrums noch nicht gesehen wird. Es wurde nochmals betont, dass ein solcher Ort nicht finanzierbar ist, wenn er nicht mietfrei und mit Übernahme der Betriebskosten zur Verfügung steht.

Die Zeche Carl ist die einzige größere Kultureinrichtung im Essener Norden. Hierbei wurde auf ein Nord-Südgefälle des Ruhrgebietes hingewiesen, wobei der Norden oft mit mehr Arbeitslosigkeit, Armut und größeren Herausforderungen gleichgesetzt wird . Sie wirkt darüber hinaus in den Stadtteil, kooperiert und mit vielen Initiativen. Neben den kulturellen Veranstaltungen, wird beispielsweise zweimal im Jahr eine Altenessen-Konferenz organisiert, die alle Bürger und Vereine des Stadtteils zu wechselnden Themen wie ‚Zukunft‘ oder ‚Sicherheit‘ im Stadtteil, einlädt sich auszutauschen.

Ein Konzept muss momentan noch nicht genau feststehen, fasst Rainer Bode zusammen. Wenn man ein soziokulturelles Zentrum fordert und einige Aspekte nennt, ist inhaltlich damit das meiste bereits geklärt. Ob wir uns auf die Feuerwache konzentrieren oder ein soziokulturelles Zentrum an sich, welche Vereine passend sind, sollten und können wir noch nicht festlegen. Wie alles weiter geht, zeigt der weitere Prozess.

Weiterhin wurde festgestellt, die Stadt sollte sich ein soziokulturelles Zentrum leisten, gerade weil sie arm ist. Dies ist kein Widerspruch, auch in Essen und Mühlheim gab/gibt es eine Haushaltssperre und trotzdem werden diese Förderungen getätigt. Um jedoch überzeugend zu sein, brauch es eine größere kritische Masse. All dies zusammenzubringen wird unsere Aufgabe in den nächsten Monate sein.

Wichtig ist jedoch: Wir brauchen das okay der Stadt, ohne Zustimmung dieser gibt es auch keine Fördermittel vom Land. Hier stellt sich die Frage: Wo sind eigentlich die 2,1 Millionen Euro hin?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.