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1 Warum ein Zentrum für soziokulturelle Aktivitäten?

Ein soziokulturelles Zentrum könnte ein Ort für uns alle sein! Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, es gibt schon viele tolle Vereine im Stadtteil. Ein gemeinsamer Treffpunkt, noch dazu ein großer Veranstaltungsraum, der derzeit im Stadtteil fehlt, würde viele Synergieeffekte hervorrufen. Ein Stadtteilzentrum, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeder Herkunft und  Glaubensrichtung – hier könnten wir uns begegnen, voneinander Lernen, Vorurteile abbauen und Menschen und Projekte von außerhalb einladen, die neue Impulse bringen. Gerade Kindern und Jugendlichen, aber auch Jungen Erwachsenen fehlt so ein Ort im Stadtteil bzw. der ganzen Stadt.

Außerdem sind wir ja nicht die ersten, die sich sowas ausdenken (eher im Gegenteil, zumindest in Bezug auf die Verwirklichung) -> woanders.

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 2 Geschichte der Alten Feuerwache Hochfeld

Die Forderungen nach einem soziokulturellen Zentrum in Duisburg sind nicht neu. Einst gab es das Eschhaus (bis 1987) und das Hundertmeister (bis 2011), die jedoch jetzt nicht mehr bestehen oder in eine kommerzielle Nutzung übergegangen sind. Die Alte Feuerwache war ebenso seit 2005 als soziokulturelles Stadtteilzentrum gedacht und sogar als dieses gezielt gefördert, doch seit der Pleite des ersten Vereines 2011 gab es keinen gemeinnützigen Betreiber mehr. Dies könnte auch daran gelegen haben, dass der Verein von der Stadt nur übergangsweise mit finanziellem Mitteln gefördert wurde, was soziokulturelle Arbeit quasi unmöglich macht, vor allem wenn sie alle erreichen soll. Die Veranstaltungen seitdem hatten nicht immer einen stadtteilbezogenen Charakter und Räume anmieten für lokale Initiativen war kostengünstig oder gar kostenlos überhaupt nicht möglich. Die Quittung hat die Stadt letztes Jahr im Dezember erhalten, 2.1 Millionen müssen an Fördermitteln an die Bezirksregierung zurück gezahlt werden. Momentan (seit 2016) sind noch vereinzelt  Vereine in der Feuerwache untergebracht, der größte Teil steht leer. Zwischennutzungen, so dass Räume nicht unnötig leer stehen, würden jedoch laut dem Eigentümer des Gebäudes (der IMD) „mehr Kosten als Nutzen erzeugen“.

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3  Stadtentwicklung muss partizipativ sein!

Partizipation ist das neue Stichwort und immer mehr Städte führen Beteiligungsverfahren durch. Auch Duisburg möchte, zumindest von außen gesehen, auf der Höhe der Zeit bleiben und nach so einigen Debakeln der Vergangenheit möchte man sich nun bürgernah zeigen. Doch es kann nicht bei einem nach außen inszenierten Termin bleiben, der einberufen wurde um die Bürger*innen zu fragen, was sie sich denn wünschen. Wir unterstützen jedoch den Willen sich Bewohner*innenwünschen zu öffnen!

Im Kulturentwicklungsplan, wo interessierte Bürger*Innen der Stadt bis zuletzt mitgewirkt haben, wurde eine stärkere Förderung der Kulturszene und ein soziokulturelles Zentrum beschlossen. Nach den hoffnungsvollen Worten sollten nun Taten folgen und hierbei wollen wir weiterhin informiert und beteiligt werden! Sonst bleibt Partizipation nur eine leere Worthülle.

Unsere Umwelt mitgestalten zu können, ist wichtig für die Identifikation mit unserem Viertel und unserer Stadt. In dichten Räumen wie Hochfeld hat nicht jeder Platz für seinen eigenen Vorgarten (abgesehen davon, dass es eine ökologische Katastrophe wäre, wenn 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten so großflächig leben wie im deutsche Suburbia), so dass es wichtig ist, das wir unsere Gemeinschaftsräume mitplanen und gestalten können. Das wird nicht immer einfach, aber es ist trotzdem notwendig. Nicht jeder versteht die Sprache des Architekten und nicht jeder Architekt die Lebenswelt und Vorstellung jedes Einzelnen. In der Stadt müssen verschiedene Interessen berücksichtigt werden, das soll aber nicht heißen, dass alles eintönig und steril sein muss, damit sich niemand beschweren kann. Sondern wir sollten gemeinsam herausfinden, wie wir uns unsere öffentlichen Räume, wozu ein soziokulturelles Zentrum gehören sollte, vorstellen.

Warum also weiter Häuser verfallen lassen und auf große Investoren warten, statt Prozessen eine Chance zu geben und zu fördern, in denen Menschen gemeinsam an innovativen und langfristigen Lösungen arbeiten, bei denen niemand ausgeschlossen sein soll?

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